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Johannes der Täufer
von Magnus Rother

Der erste Eindruck, den ich beim Lesen von Matthäus 3 habe ist, dass Johannes der Täufer ein starker, überzeugter und kompromissloser Diener Gottes war. Ein richtiger „Haudegen Gottes“. In Matthäus 11,9-10 steht, dass Johannes mehr als ein Prophet war. Auf Erden war keiner, der größer war als er (Matthäus. 11,11).
Dass Johannes trotz des kargen Lebens dennoch so kraftvoll und begeistert war, ist oberflächlich betrachtet sehr überraschend. Hier kann man schon klar sehen, dass er noch von etwas Anderem lebt. Vom Geist Gottes. Die Hand des Herrn war mit ihm (Lukas1,66).

1.) Sein Beitrag für seine Gesellschaft

Johannes’ Auftrag war Jesus der Welt zu offenbaren (Johannes 1,31). Er wird dem Herrn den Weg bereiten steht in Lukas 1,76. Er hat die Menschen auf Jesus, den Erlöser, vorbereitet. Er hat Jesus eine breite Grundlage geschaffen, IHM wirklich den Weg zu den Menschen geebnet. Sehr viele Menschen kamen zu ihm und er weckte in ihnen Vorfreude und Begeisterung für Jesus.
Er sagte ihnen kompromisslos, dass es ohne echte Buße und Umkehr kein (richtiges) Leben gibt. Johannes verbog die Wahrheit nicht und passte sie nicht an. In Lukas 1,16–17 steht: Er wird viele des Volkes Israel zu Gott bekehren. Viele Menschen ließen sich von ihm taufen und bekannten Ihre Sünden (Matthäus 3,6). Sogar Jesus wollte ausdrücklich von ihm getauft werden (Matthäus 3,13-15).
Johannes war ein großer Anführer. Er leitete nicht nur seine Jünger sondern auch die Menschen aus seiner Gegend. Die Menschen – vom Zöllner bis zum Soldaten - hatten eine starke Sehnsucht nach einer klaren Linie in ihrem Leben. Sie suchten nach Führung (Lukas 3,10-14). Johannes der Täufer wirkte stark anziehend wie ein Magnet auf die Menschen der Region und darüber hinaus (Matthäus 3,5). So steht auch in Lukas 1,14: Viele werden sich über seine Geburt freuen.

2.) Eigenschaften, die ihm dabei geholfen haben

Frömmigkeit:
Johannes war sehr fromm (Markus 6,20), weswegen ihn sogar König Herodes fürchtete.

Disziplin:
Johannes trank weder Wein noch anderes starkes Getränk (Lukas 1,15). Johannes war also auch ein sehr disziplinierter Mensch. Er ließ sich nicht gehen. Ich nehme weiterhin an, dass er es vermied Unsinniges oder Überflüssiges zu erzählen.

Genügsamkeit & Bescheidenheit
Er war in der Wüste bis zu dem Tag, an dem er vor das Volk treten sollte (Lukas 1,80).
Johannes lebte in großer Einfachheit unter sehr schwierigen Bedingungen. Zum einen hatte er sicherlich mit den klimatischen Bedingungen in der Wüste zu kämpfen (Hitze, starke Sonneneinstrahlung). Darüber hinaus war das Nahrungsangebot sehr knapp. Wasser war höchstwahrscheinlich Mangelware und es gab kein Fleisch. Er ernährte sich von Insekten und wildem Honig. In zwei Evangelien wird sogar berichtet, dass er fastete. Wie viel Gesellschaft hatte er, bis zu dem Tag, an dem ihn Gott in die Öffentlichkeit rief?

Gehorsam
In Lukas 3,2 wird beschrieben, dass an einem Tag das Wort Gottes zu Johannes in der Wüste geschah. Er war also gehorsam und wartete darauf solange in der Wüste.

Wahrheitsliebe:
Johannes spricht wahr über sich und seine Bedeutung. Z.B. erzählt er dem Volk die Wahrheit, als dieses meint, er sei Elia (Johannes 1,20) oder sogar Jesus (Johannes 1,20, Lukas 3,15-16).

Echtheit & Offenheit:
Er nimmt kein Blatt vor den Mund bei der Verkündigung der Wahrheit (Matthäus 3,7ff., Lukas 3,7). Er macht dabei nicht vor den Mächtigen des Landes Halt und fürchtet nicht um sein Leben (Lukas 18-20, Markus 6,18).

Begabung zu Reden:
Johannes sprach so, dass er gern gehört wurde (Markus 6,20). Er hatte eine kraftvolle und anziehende Art zu reden.

Das Allerwichtigste aber ist: Johannes war schon vom Mutterleib an mit dem Heiligen Geist erfüllt (Lukas 1,15). Schon als Kind im Bauch seiner Mutter hat er sich an Jesus erfreut (Lukas 1,44).

3.) Schwächen und Fehler

Ich habe erstmal keine Schwächen an ihm entdeckt. Eine Schwäche wurde mir offenbar beim Hören eines Vortrages zum Thema Glauben von Johannes Hartl, einem jungen Doktor der katholischen Theologie. Er führte an, dass es selbst Johannes etwas an Glauben mangelte, als er im Gefängnis saß und von Jesus hörte. Von dort aus schickt Johannes seine Jünger zu Jesus, um ihn zu fragen, ob Er der von ihm Verheißene ist (Matthäus11,3). Johannes ist sich also nicht sicher, glaubt es nicht 100%-ig.

4.) Was habt Ihr von ihm gelernt und wie wollt ihr dies benutzen um Eure eigene Generation zu beeinflussen.

Mir gefällt die Kraft, die Kompromisslosigkeit und Klarheit bei Johannes dem Täufer. Ich möchte meinen Weg in der Nachfolge Jesu genauso gehen. Ich möchte mich nicht von Umständen oder anderen Menschen, und seien es die höchsten Autoritäten, von meinem Weg abbringen lassen.

Auch die Echtheit und Ehrlichkeit gefällt mir bei Johannes. Was er verkündet, davon ist er zutiefst erfüllt. Ich möchte mich immer weiter vom Heiligen Geist füllen lassen. Ich möchte stark im Geist werden. Das ist mir das Allerwichtigste: Diese starke Beziehung zum Vater. Ich denke, dadurch, dass Johannes in der Wüste lebte und vor seinem öffentlichen Auftreten also wenig Ablenkung hatte, konnte er die Zeit wunderbar nutzen um sich vom Heiligen Geist füllen zu lassen. Er hatte richtig viel Zeit für den Vater. Auch ich will mir zuallererst mehr Zeit für Gott nehmen. Ich will den Herrn richtig kennenlernen.

Derzeit habe ich noch keine großen Vorhaben oder konkrete Projekte auf dem Herzen. Ich glaube, dass der Herr mich erst einmal richtig reichlich ausfüllen will mit seinem herrlichen Geist. Ich muss erst reichlich erhalten bevor ich reichlich geben kann.
Dann aber wird der Vater mir auf’s Herz legen, was ich zu tun habe und es wird Frucht bringen - hoffentlich 100-fach.
Was ich aber schon jetzt gern tun will ist, Jesu Liebe zu jedem von uns zu verkündigen. So, wie Johannes es tat. Sei das nun bei Freunden, Verwandten, Bekannten, Kollegen oder Zufallsbekanntschaften / -Begegnungen. Derzeit geschieht dies fast immer in Zweier-Gesprächen.