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Pastor Sunday Adelaja: das SCHIMI-SYNDROM

Lasst uns lesen 2.Samuel. 16, 5-14:
5 Als aber der König David nach Bahurim kam, siehe, da kam ein Mann von dort heraus, vom Geschlecht des Hauses Saul, der hieß Schimi, der Sohn Geras; der kam heraus und fluchte 6 und warf mit Steinen nach David und allen Großen des Königs David, obwohl das ganze Kriegsvolk und alle seine Helden zu seiner Rechten und Linken waren. 7 So aber rief Schimi, als er fluchte: Hinaus, hinaus, du Bluthund, du ruchloser Mann! 8 Der HERR hat über dich gebracht alles Blut des Hauses Sauls, an dessen statt du König geworden bist. Jetzt hat der HERR das Königtum gegeben in die Hand deines Sohnes Absalom; und siehe, nun steckst du in deinem Unglück, denn du bist ein Bluthund. 9 Aber Abischai, der Sohn der Zeruja, sprach zu dem König: Sollte dieser tote Hund meinem Herrn, dem König, fluchen dürfen? Ich will hingehen und ihm den Kopf abhauen. 10 Der König sprach: Ihr Söhne der Zeruja, was hab ich mit euch zu schaffen? Lasst ihn fluchen; denn der HERR hat ihm geboten: Fluche David! Wer darf dann sagen: Warum tust du das? 11 Und David sprach zu Abischai und zu allen seinen Großen: Siehe, mein Sohn, der von meinem Leibe gekommen ist, trachtet mir nach dem Leben; warum nicht auch jetzt der Benjaminiter? Lasst ihn ruhig fluchen, denn der HERR hat's ihm geboten. 12 Vielleicht wird der HERR mein Elend ansehen und mir mit Gutem vergelten sein heutiges Fluchen. 13 So ging David mit seinen Leuten des Weges; aber Schimi ging am Hang des Berges entlang, ihm gegenüber, und fluchte und warf mit Steinen nach ihm und bewarf ihn mit Erdklumpen. 14 Und der König kam mit allem Volk, das bei ihm war, müde an den Jordan und ruhte dort aus.
Du siehst hier drei Arten von Leuten in diesem Abschnitt, die du auch heute in unserer Gesellschaft findest: Die erste Kategorie umfasst Leute mit dem Schimi-Syndrom.  Abischai repräsentiert die zweite Kategorie, die dritte Kategorie wird repräsentiert durch König David. Lass uns diese Kategorien von Leuten einmal studieren.
Die erste Kategorie, die die Menschen mit dem Schimi-Syndrom repräsentiert, das sind verärgerte Leute, die sich als verhinderte Freiheitskämpfer sehen. Schimi war ein Mitglied der Sippe von Saul. Nach einiger Zeit ging der Thron von Saul an David über – dieser war jedoch keine Autorität für Schimi. Schimi konnte nichts mehr tun, weil David jetzt die Macht hatte, deswegen lebte er still im Königreich Davids, aber in ihm wuchs Aggression und Ablehnung gegen den König. Alles, was solche Leute tun ist – sie warten ab bis etwas mit dem König geschieht.
Ihre einzige Hoffnung ist, dass irgendwas mit David schief läuft. Während die Davids dieser Welt Fehler machen und stolpern nutzen die Schimis solche Gelegenheiten, um sie umzustürzen und wenn sie am Boden liegen auch noch draufzutreten. Das ist in diesem Fall passiert.
Wie wir sehen entfaltet sich die Story in Vers 7 und 8. Wie du siehst haben Schimis immer gewisse Argumente, “Wahrheiten”, auf denen sie bestehen. Sie glauben ihre Sicht der Dinge ist die einzig wahre. Sie können sofort beweisen, warum David gesteinigt werden sollte. Leute dieser Kategorie werden im Allgemeinen als “kleine Leute” bezeichnet, deren Waffen zu kurz sind, als dass sie den Thron erreichen könnten. Wie du in der obigen Schriftstelle sehen kannst, werfen diese Steine von Ferne, sie schimpfen und verbreiten Skandale.
Wie auch immer, es ist nicht Davids Fehler, dass Saul vom Thron entfernt wurde oder dass er starb. Gott selbst richtete Sauls Haus. Eine andere Sache ist, dass er dafür teilweise David gebrauchte. Jemand, der nicht gewohnt ist zu analysieren, könnte nur David als Schuldigen sehen und in ihm den Mörder und einen Gesetzlosen erkennen. In Apg. 23,5 sagt das Wort: Du sollst nicht schlecht über den Herrscher des Volkes reden.
Apostelgeschichte 23, 5: Und Paulus sprach: Liebe Brüder, ich wusste es nicht, dass er der Hohepriester ist. Denn es steht geschrieben (2.Mose 22,27): »Dem Obersten deines Volkes sollst du nicht fluchen.«
Die Bibel sagt, dass alle Herrschaft von Gott kommt und deshalb jeder die Mächtigen ehren sollte, die über ihn gesetzt wurden. Wenn Du mit etwas nicht einverstanden bist, dann geh beiseite – aber du solltest nie schlecht reden. Leute mit dem Schimi-Syndrom jedoch tun das alles, sie erwarten Unglück für die Könige, sie spotten, reden Böses, sind voller Rache und Jähzorn. Die Bibel lehrt uns in absolut anderer Art zu reagieren. Du findest die Bestätigung dessen in Sprüche 24,17:  Freue dich nicht über den Fall deines Feindes, und dein Herz sei nicht froh über sein Unglück.
Um die Gelegenheit zu nutzen, möchte ich deine Aufmerksamkeit auf die Art von Reaktion lenken, die wir auf die letzten Vorgänge um Herrn Lutzenko (Außenminister UKR) haben sollten. Gott will nicht, dass wir uns freuen, wenn unsere Feinde fallen. Selbst wenn dies das Gericht Gottes ist, sollen wir nur für ihn und seine Familie beten. Das ist sehr wichtig, denn wir wissen ja nicht was mit uns morgen passieren könnte. Wenn wir nicht ausgelacht werden wollen, dann sollten wir auch nicht auslachen, sondern in Gerechtigkeit handeln. Es ist geschrieben: „So soll der, welcher denkt er steht fest, zusehen, dass er nicht fällt.“ Wenn du heute stehst gibt es keine Garantie dafür, dass du morgen nicht auch fällst.
Lass uns einen anderen Aspekt vom Leben Schimis betrachten. Seine Taten und sein Benehmen zeigen seine schwache Persönlichkeit und sein Gefühl von Neid. Es ist Neid, der Leuten erlaubt sich zu freuen und Staub und Steine zu werfen, wenn Könige fallen. Schimis hat es immer gegeben und wird es immer geben. Aber wie auch immer, die Zukunft richtet sich nicht nach den Schimis.
Was ist also geschehen mit Schimi und den anderen Helden unserer Geschichte? Lass uns jetzt einen anderen betrachten – Abischei. Er repräsentiert die zweite Kategorie von Mensch. Wir sehen, dass Schimi schlecht über den König sprach und Steine warf (Verse 5-6), aber David war unter fähigem Schutz, es waren immer treue Männer um ihn. Einer dieser Helden war Abischei. 1. Chronik 11,20 sagt uns dass er einer der treuesten Leute von König David war. Er strebte nach großen Siegen und brannte für das Königreich Israel. Er war einer der Generäle des Königs. Andere Getreue Davids standen still und warteten auf eine Reaktion des Königs. Mag sein, dass diese auf das Ende warteten, um dann Position zu beziehen; aber Abischei stand auf und das hob ihn heraus, er war ein Mann von ganz anderem Schlage. Möge Gott die Welt segnen mit mehr Leuten wie Abischei.
Wir sehen, dass Jesus auch solche Leute in seiner Umgebung kannte. Lies Lukas 9,53-56: 53 Und sie nahmen ihn nicht auf, weil er sein Angesicht gewandt hatte, nach Jerusalem zu wandern. 54 Als aber das seine Jünger Jakobus und Johannes sahen, sprachen sie: Herr, willst du, so wollen wir sagen, dass Feuer vom Himmel falle und sie verzehre. 55 Jesus aber wandte sich um und wies sie zurecht. 56 Und sie gingen in ein andres Dorf.
Die Söhne des Zebedäus- die Gebrüder Johannes und Jakobus- konnten Spott über ihren König nicht ertragen oder einfach dasitzen und zuschauen wie ihr Vater beleidigt wird. Sie waren treue Kinder des Hauses, bereit auch zu extremen Maßnahmen zu greifen, um den Einen zu beschützen, der sie einst errettete. Aber ihre Aktionen waren nun mal zu extrem. Auch wenn sie das rechte Herz und das richtige Motiv hatten, waren die Methoden, die sie wählten fehlerhaft und eben aggressiv. Jesus musste die Söhne des Zebedäus stoppen und lehrte sie einige der Lektionen über das Königreich. Auch im Falle Abischeis musste David ihn stoppen und ermahnen, so nicht mehr zu handeln.
Lies jetzt 2. Samuel 16,9-11:
9 Aber Abischai, der Sohn der Zeruja, sprach zu dem König: Sollte dieser tote Hund meinem Herrn, dem König, fluchen dürfen? Ich will hingehen und ihm den Kopf abhauen. 10 Der König sprach: Ihr Söhne der Zeruja, was hab ich mit euch zu schaffen? Lasst ihn fluchen; denn der HERR hat ihm geboten: Fluche David! Wer darf dann sagen: Warum tust du das? 11 Und David sprach zu Abischai und zu allen seinen Großen: Siehe, mein Sohn, der von meinem Leibe gekommen ist, trachtet mir nach dem Leben; warum nicht auch jetzt der Benjaminiter? Lasst ihn ruhig fluchen, denn der HERR hat's ihm geboten.
Heute gibt es auch solche Leute, z.B. Nationalisten, die bereit sind alle Ausländer aus dem Land zu werfen. Auch wenn sie das rechte Herz und das richtige Motiv haben sollten – das Land vor Fremden zu bewahren, so führt ihr unkontrollierter Eifer am Ende womöglich zu ähnlich kläglichen Ergebnissen. Selbst solche, die Fremde töten, halten sich für Patrioten. So endet dieser unkontrollierte Patriotismus mit dem Tod anderer Menschen. Dies ist der Weg, der so geendet hätte ohne das Eingreifen von Jesus und David.
Als Leiter sollten wir um uns herum schauen und den Eifer solcher Nachfolger stoppen. Durch diese Krise empfing ich verschiedene Arten von Angeboten von Leuten, die mich lieben und mich schützen wollen. Ich bekam Informationen über andere Gemeindeglieder und entsprechend dieser Informationen war ich gefordert jeden rauszuwerfen, der nicht mit mir übereinstimmt.
Da sind Verräter, die gegen das Wort Gottes arbeiten, aber egal wer sie sind, so sind wir
aufgefordert sie weiterhin zu lieben und den Herrn unsere Rache sein zu lassen! Er sagt, dass er unsere Rache ist. So sollte jeder Leiter den Eifer seiner Nachfolger beobachten und kontrollieren.
Die dritte Kategorie von Leuten wird durch König David selbst repräsentiert. Seiner Position gilt unser Respekt, weil er befehlen könnte Schimi zu töten oder Abischai tun zu lassen, was dieser will. Und doch war er ein treuer König, ein König mit einem großen Herzen. Ein großer Mann. Er verstand das Wesen der Verfolgung und war fähig tiefer zu blicken als jeder Andere.
In den Versen 10 bis 12 sehen wir seine spezielle Demut und wie er sich vor Gott beugt. Anstatt wütend zu sein, demütigt er sich vor Gott. Statt in Stolz und Kränkung zu fallen, gibt er das Gericht in Gottes Hand. Du benötigst viel Gnade um so zu handeln: nicht sich selbst zu rächen, sondern still zu sein und Gottes Vergeltung abzuwarten. David hatte große Möglichkeiten, aber er handelte, wie Christus handeln würde. Jesus handelte in gleicher Weise, im Lukasevangelium.
Auch er hätte sich selbst rächen können, indem er die Ortschaft zerstört hätte, die ihn nicht annehmen wollte, aber er stand über dem allem, durchleidete Kummer und Demütigung und setzte sein Vertrauen auf Gottes Wahrheit.
Lies jetzt 2. Samuel 19,16-23:
16 So kam der König zurück. Und als er an den Jordan kam, waren die Männer Judas nach Gilgal gekommen, um dem König entgegenzuziehen und den König über den Jordan zu führen. 17 Und Schimi, der Sohn Geras, der Benjaminiter, der in Bahurim wohnte, zog eilends mit den Männern von Juda hinab dem König David entgegen 18 und mit ihm tausend Mann von Benjamin, dazu auch Ziba, der Knecht des Hauses Saul, mit seinen fünfzehn Söhnen und zwanzig Knechten, und sie gingen durch den Jordan, bevor der König kam, 19 und machten eine Furt durch den Jordan, damit sie das Haus des Königs hinüberführten und täten, was ihm gefiele. Schimi aber, der Sohn Geras, fiel vor dem König nieder, als dieser über den Jordan gehen wollte, 20 und sprach zum König: Mein Herr rechne es mir nicht als Schuld an und denke nicht mehr daran, dass dein Knecht sich an dir vergangen hat an dem Tage, da mein Herr, der König, aus Jerusalem ging, und der König nehme es nicht zu Herzen. 21 Denn dein Knecht erkennt, dass ich gesündigt habe. Und siehe, ich bin heute als Erster vom ganzen Hause Josef gekommen, dass ich meinem Herrn, dem König, entgegenzöge. 22 Aber Abischai, der Sohn der Zeruja, hob an und sprach: Sollte Schimi nicht sterben, da er doch dem Gesalbten des HERRN geflucht hat? 23 David aber sprach: Was hab ich mit euch zu schaffen, ihr Söhne der Zeruja, dass ihr mir heute zum Satan werden wollt? Sollte heute jemand sterben in Israel? Meinst du, ich wisse nicht, dass ich heute wieder König über Israel geworden bin?
David bekam eine weitere Gelegenheit sich zu rächen und Schimi zu töten. Nach Davids Sieg und seiner Rückkehr nach Jerusalem begriff Schimi, dass nun sein Ende nahte. Er eilte, den König am Stadttor zu treffen und bat ihn um Vergebung für das was er im Exil getan hatte. Nur schwache Menschen tun so etwas. Sie ändern sich wie das Wetter. Als David schwach und verunglimpft war, da stand Schimi auf der Seite derer, die David verspotteten aber als er gewann und in Ehre war, täuschte er vor auf seiner Seite zu sein. Er war der erste, der rannte, um ihn zu grüßen und Treue zu schwören.
Wenn die Gemeinde und der Pastor durch die schwerste Zeit gingen, dann handelten verschiedene Leute auf unterschiedliche Weise. Und jetzt, wo alles wieder gut ist, kommen alle zurück, die vorher noch abgetaucht waren. Als Pastor Sunday zum “Gesicht von Kiew” wurde, da wollten die, welche ihn monatelang nicht mehr angerufen hatten plötzlich an seiner Seite sein. David war Weise, aber auch gescheit genug diesen Moment des Gerichts nicht zu nutzen. Auf den Moment des Gerichts warten zu können, heißt zu wissen, dass Gottes Prinzipien funktionieren. Du erntest was du gesät hast. Die Ernte kam auch in Schimis Leben.
Lies jetzt 1. Könige 2, 8-9:
8 Und siehe, du hast bei dir Schimi, den Sohn Geras, den Benjaminiter von Bahurim, der mir schändlich fluchte zu der Zeit, als ich nach Mahanajim ging. Dann aber kam er mir entgegen am Jordan. Da schwor ich ihm bei dem HERRN und sprach: Ich will dich nicht töten mit dem Schwert. 9 Du aber lass ihn nicht frei ausgehen; denn du bist ein weiser Mann und wirst sehr wohl wissen, was du ihm tun sollst, dass du seine grauen Haare mit Blut hinunter zu den Toten bringst.
Er wusste nicht nur nicht, dass Gericht kommen wird, sondern auch nicht wann das geschehen würde. König zu sein bedeutet über den Umständen zu stehen, auch über den Verfolgern wie Schimi und auch höher zu stehen als Verbündete wie Abischei. Er stand höher, weil er hungrig war gemäß den Prinzipien des Reiches Gottes zu leben.

Möge Gott uns helfen, Leiter wie David zu sein, die nicht blind vor Verehrung und verloren unter dem Spott der Feinde sind; nur so werden wir der Stimme Gottes gehorsam sein; nur so wird das Wort Gottes die höchste Autorität für uns sein.
Ich möchte gerne allen von uns eine Frage stellen: Wer sind wir, wenn wir unsere Wahl treffen jeden Tag, nicht nur in der Gemeinde, sondern auch in der Familie und auf der Arbeit? Stehen wir dann auf der Seite von Schimi, oder Abischei, oder David? Mein größter Wunsch ist, dass wir alle werden wie David!
Um dieses Thema zu vertiefen empfehle ich, die folgenden Bücher zu studieren: “Wer bist du in der Geschichte”; “Du und dein Pastor“ und diese bisher nur in russisch erhältliche „Ein dankbares Herz“; „Charakter und sein Wert“; „Majestät vom Himmel“ und „Feiere Leute“ (alle geschrieben von Pastor Sunday Adelaja)
Möge Gott dich segnen!